Die klagenden Eltern sind der Ansicht, dass in der Politik den negativen Auswirkungen auf die Psyche der Kinder zu wenig Rechnung getragen wird. "Ebenso wenig wie den zahlreichen Schulstudien, die auch bei hohen Ansteckungsraten in der Bevölkerung kein gehäuftes Infektionsgeschehen an Schulen feststellen konnten", wie es in dem Spendenaufruf der Eltern weiter heißt.
"Unsere Kinder zu Hause zu unterrichten hilft nicht, die Verbreitung von Corona zu verringern und gefährdete Gruppen zu schützen. Aber den Kindern kann es viel Schaden zufügen. Es gibt gute Stufenkonzepte um Schule in Präsenz ausreichend sicher zu gestalten. Deshalb möchten wir die bestehenden Schulschließungen gerichtlich überprüfen lassen."
Die Gruppe der Eltern, die am 22. Februar 2021 durch Rechtsanwalt Niko Härting den Eilantrag zur Schulöffnung beim Berliner Verwaltungsgericht eingereicht hat, besteht aus sieben Familien aus unterschiedlichen Berliner Bezirken und unterschiedlichen sozialen Hintergründen. Eine alleinerziehende Mutter aus dieser Gruppe wird seit vielen Jahren vom SchutzengelWerk betreut und klagt stellvertretend für alle Familien aus stark sozial benachteiligten Verhältnissen - einer Gruppe, die besonders stark unter den Folgen der Schulschließungen leidet. Die Kosten für die Klage werden sowohl privat bezahlt als auch über Spenden finanziert, zu denen die klagenden Eltern nun aufrufen. Denn die Elterngruppe richtet sich auf einen langen Kampf ein: "Wir bereiten uns auf einen Weg über das Oberverwaltungsgericht bis zum Bundesverfassungsgericht vor. Und das kostet nicht nur Zeit und Kraft, sondern auch viel Geld."














